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Information zu WC-Hygiene

Toiletten: Das schmutzigste Örtchen der Schweiz

Dienstag, 20. November 2007, 20:03 Uhr

Keime fühlen sich auf Klobrillen öffentlicher Toiletten äusserst wohl. Deshalb im Hygienetest: 50 sanitäre Anlagen in Restaurants, Zügen und Warenhäusern. Kassensturz sagt, wo man sich getrost niederlassen kann und wo nicht.

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Toiletten: Das schmutzigste Örtchen der Schweiz

Kassensturz besucht fünfzig Toiletten in Basel, Bern, Luzern und Zürich. Wir nehmen Hygieneproben vom Brillenrand in öffentlichen Toiletten, in Restaurants, am Flughafen und an Bahnhöfen. Den Keimen auf der Spur werden auch die rollenden WC’s der SBB zwischen Bern, Basel, Zürich und Luzern geprüft.

Die Visitenkarte 

Im Fachlabor zählt die Expertin nach dem Bebrüten die Enterobacteriaceen aus. Die meisten dieser Bakterien sind nicht gesundheitsgefährdend. Sie zeigen aber eine Verunreinigung mit Fäkalien an. Findet man sie, ist es «gruusig». Von sehr schmutzig bis zu blitzsauber sind die Klobrillen im Laborbefund.

Die Stichproben des Kassensturz zeigen ein breites Bild: Im Restaurant Burger King in Basel sind die frei zugänglichen Gratis-Klosetts fast klinisch rein. Hier funkelt es in den nahezu sterilen Toiletten wie im Salon einer Sanitärmesse. Jede halbe Stunde fegt das Reinigungspersonal die Örtchen auf Hochglanz. Bei grossem Andrang noch häufiger.

«Die Toiletten sind die Visitenkarte des Unternehmens. Persönlich würde ich auch bei mir daheim niemanden auf die sanitären Anlagen oder Toiletten lassen, wenn die nicht einwandfrei sauber wären», sagt Harald Süss von Burger King Basel.

42 von 50 sauber 

Erfreuliches Labor-Ergebnis: 42 von 50 Stichproben sind sauber. In weiteren vier ist nur ein Keim. Das Sauberland Schweiz also? Nicht ganz!

Nur soso lala sind: Coop-Restaurant St. Annahof in Zürich: 18 Keime. Coop schreibt: «Unsere Toiletten werden stündlich gereinigt. Zudem ist ein Hygienespray vorhanden.» Sam's Pizza Land in Basel: 19 Keime. Sam's sagt: «Wir kontrollieren jede Stunde, können aber nicht nach jedem Besucher putzen.» Café Fédéral in Bern: 20 Keime. Fédéral schreibt, sie könnten unmöglich nach jedem Gast das WC kontrollieren.

Beim Löwendenkmal in Luzern, einer touristischen Hauptattraktion der Zentralschweiz, findet Kassensturz die abscheulichsten Toiletten. Das Häuschen in der heimatgeschützten Anlage sieht aussen niedlich aus. Innen aber ist es in jämmerlichem Zustand. Es riecht übel und im Pissoir sind die Gebrauchsspuren vieler Generationen sichtbar. Die Stichprobe zeigt auf nur 25 Quadratzentimeter Fläche hohe 250 Fäkalkeime – ekelerregend!

Die Anlage sei das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Zwei Mal pro Tag würden die Toiletten gereinigt, sagt Bruno Odermatt von der Stadt Luzern. Zu Zeiten der Hochsaison reiche das nicht: «Alle zehn Minuten kommt ein Car mit rund 50 Touristen an. Da ist wirklich jede WC-Anlage überfordert», so Odermatt. Luzern erarbeitet eine Problemlösung. Das kann bis zum Sommer dauern.

Kaum Ansteckungen

In Basel stehen pro Quadratkilometer drei öffentliche WC's – das ist Schweizer Rekord. Die stählernen Ungetüme kosten über 130 000 Franken. Verlässt der Besucher das stille Örtchen, putzt ein Automat mit 10 bar Hochdruck das ganze Haus. Besucher treffen dann oft einen feuchten Boden an und sie fürchten, er sei verpisst. Aber hier bedeutet nass gleich frisch geputzt.

Wie gross ist die Gefahr, sich auf der Toilette anzustecken? Christian Ruef, Professor an der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am Universitätsspital Zürich, entwarnt: «Das Risiko ist sehr klein.» Um auf der Toilette Bakterien aufzulesen, brauche es eine Hautverletzung, sonst würden die Bakterien nicht in den Körper eindringen können.

Der hygienebewusste Mensch wäscht die Hände, am besten mit Seife. Dann sollte er keine schmutzigen Armaturen oder Türfallen mehr anfassen, denn saubere Hände verhindern eine Ansteckung über den Mund.

Kassensturz, 20.11.2007

http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2007/11/20/kassensturzsendungsartikel/Toiletten-Das-schmutzigste-Oertchen-der-Schweiz

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Erkrath, 02. Dezember 2009. Einer repräsentativen forsa-Umfrage* zufolge, die kürzlich im Auftrag von 00 null null WC Frische-Siegel durchgeführt wurde, ist 87 Prozent der befragten Frauen und 74 Prozent der Männer die Sauberkeit in öffentlichen Toiletten sehr wichtig. Aber: Die oftmals schmutzige und unhygienische Realität der WCs in Restaurants, Bars und Kneipen hat dazu geführt, dass sich inzwischen nicht nur Männer sondern auch Frauen die alte WC-Frage stellen müssen: Sitzen oder Stehen?

(firmenpresse) - Not macht erfinderisch: Von der Sauberkeit auf Gastronomietoiletten nicht so ganz überzeugt, geben dann auch knapp zwei Drittel der Damen (60 Prozent) an, dass sie sich nicht direkt auf das WC setzen. Weitere 26 Prozent legen erst Toilettenpapier unter, bevor sie sich niederlassen. Aber auch die Herren entwickeln „Vermeidungsstrategien“. Von ihnen nimmt ein Drittel (33 Prozent) nicht direkt auf der Toilette Platz und jeder Zweite (51 Prozent) vermeidet den Direktkontakt mit der WC-Brille durch Auflegen von Toilettenpapier.

Der erste Eindruck zählt: Wenn es um konkrete Missstände auf Gastronomietoiletten geht, stören sich dann aber beide Geschlechter gleichermaßen(89 Prozent) an unangenehmen Gerüchen. 85 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen beschweren sich zudem über fehlendes Toilettenpapier in öffentlichen Toiletten.

00 null null WC Frische-Siegel und Qype helfen: Qype, Europas führendes Empfehlungsportal, und 00 null null WC Frische-Siegel, der erste selbsthaftende WC-Stein ohne Plastik-Einhänger, bündeln ihre Kräfte für mehr saubere Toiletten in Deutschlands Gastronomien. Aktuell können auf www.qype.com neben den Eindrücken zum Essen, der Atmosphäre und der Freundlichkeit in Lokalen auch deren Toiletten bewertet werden.

http://www.firmenpresse.de/pressinfo141792.html

 

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Dem Keim auf der Spur ADAC

Jede Medaille hat zwei Seiten. Das gilt auch für das Ergebnis der Hygienetests bei den 64 europäischen Rastanlagen, die in diesem Jahr im ADAC-Test standen. Die glänzende Seite: Gut 46 Prozent und damit die eine Hälfte der Proben von Toilettensitzen, Toiletten-Türgriffen und Wickeltisch-Auflagen waren hygienisch einwandfrei. Und: Zum ersten Mal in der neunjährigen Geschichte der Hygienetests fiel der Anteil der mit potenziellen Krankheitserregern belasteten Objekte auf unter zehn, genauer gesagt auf 7,5 Prozent. Die trübe Seite: In der anderen Hälfte der Proben fand sich ein Hinweis auf mangelnde Reinigung oder Hygiene. Besonders negativ fielen dabei die Herren-Toiletten auf. Bei jeder Zweiten mussten Reinigungsdefizite festgestellt werden, insbesondere bei den Toilettensitzen. 

Doch nicht nur das. Spitzenwerte lieferten die Herren auch bei der Wertung „gesundheitsgefährdend“. Das heißt: Fäkalkeime oder Wundinfektionserreger in großer Keimzahl. Sie fanden sich bei den Herren-Toilettensitzen in 4,8 Prozent der Proben. Bei 5,6 Prozent der Sitze und bei immerhin 9,4 Prozent der Türklinken wurden diese Keime in geringerer Anzahl nachgewiesen, was allerdings noch die Wertung „potenziell gesundheitsgefährdend“ mit sich bringt. Ob in großer oder kleiner Anzahl: Wo sich Fäkalkeime tummeln, besteht Ansteckungsgefahr. Das birgt insbesondere in Zeiten zunehmender Ausbrüche des Norovirus (verursacht heftigen Brechdurchfall) Handlungsbedarf. 

http://www.adac.de/infotestrat/tests/urlaub-reise/raststaetten-rastplaetze/2008/default.aspx?tabid=tab3

 

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Lexikon: Hygiene

 

[griechisch; nach Hygieia ]

(Gesundheitslehre)

die vorbeugende Medizin, d. h. die Gesamtheit aller Bestrebungen und Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten und Gesundheitsschäden beim Einzelnen (Individualhygiene) und bei der Allgemeinheit (Allgemeinhygiene) , besonders hinsichtlich der durch das Zusammenleben der Menschen (Infektionskrankheiten und Epidemien) und durch den Beruf (Arbeitshygiene) entstehenden bzw. drohenden Erkrankungen. Teilgebiete der Hygiene sind die öffentliche Gesundheitspflege der staatlichen Organe, Seuchenhygiene, Schulhygiene , die Volksaufklärung über gesundheitliche Fragen u. a. - Als Wissenschaft wurde die Hygiene gegen Ende des 18. Jahrhunderts von J. P. Frank und M. von Pettenkofer begründet. Besondere Impulse erhielt die Hygiene durch die Arbeiten von R. Koch auf dem Gebiet der experimentellen Bakteriologie.

http://www.spiegel.de/lexikon/54338950.html

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Hygiene

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Waschen der Hände ist eine von zahlreichen hygienischen Maßnahmen.

Die Hygiene ist nach einer Definition der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie die „Lehre von der Verhütung der Krankheiten und der Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit“.[1]

Das Wort Hygiene stammt aus dem Griechischen: ὑγιεινή [τέχνη] (hygieiné téchne) und bedeutet „gesunde [Kunst]“. Es ist von Hygiéia, der griechischen Göttin der Gesundheit, abgeleitet.

Hygiene im engeren Sinn bezeichnet die Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten, insbesondere Reinigung, Desinfektion und Sterilisation. In der Alltagssprache wird Hygiene auch fälschlich an Stelle von „Sauberkeit“ verwendet, obwohl letztere nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Aufgabenkreis der Hygiene darstellt.

Geschichte [Bearbeiten]

Die Hygiene im Römischen Reich war verhältnismäßig weit entwickelt. Schon der römische Arzt Marcus Terentius Varro ahnte, dass Krankheiten durch Mikroorganismen hervorgerufen werden.[2] Es war bekannt, dass Quarantäne die Verbreitung von Infektionskrankheiten verhindern konnte.

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Sauberkeit und Desinfektion in der Medizin nicht als notwendig angesehen. So wurden die Operationsschürzen der Chirurgen praktisch nie gewaschen. Medizinische Instrumente wurden vor dem Gebrauch nicht gereinigt. Auch wurden nicht selten in Krankenhäusern die Wunden von verschiedenen Patienten nacheinander mit demselben Schwamm gereinigt.

Ignaz Semmelweis gelang in den 1840er Jahren erstmals der Nachweis, dass Desinfektion die Übertragung von Krankheiten eindämmen kann. Als Assistenzarzt in der Klinik für Geburtshilfe in Wien untersuchte er, warum in der einen Abteilung, in der Medizinstudenten arbeiteten, die Sterberate durch Kindbettfieber wesentlich höher war als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet wurden. Er fand die Erklärung, als einer seiner Kollegen während einer Sektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an Blutvergiftung verstarb, einer Krankheit mit ähnlichem Verlauf wie das Kindbettfieber. Semmelweis stellte fest, dass die an Leichensektionen beteiligten Mediziner Gefahr liefen, die Mütter bei der anschließenden Geburtshilfe zu infizieren. Da Hebammenschülerinnen keine Sektionen durchführen, kam diese Art der Infektion in der zweiten Krankenhausabteilung seltener vor. Das erklärte die dort niedrigere Sterblichkeit. Semmelweis wies seine Studenten daher an, sich vor der Untersuchung der Mütter die Hände mit Chlorkalk zu desinfizieren. Diese wirksame Maßnahme senkte die Sterberate von 12,3 % auf 1,3 %. Das Vorgehen stieß aber bei Ärzten wie Studenten auf Widerstand. Sie wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Infektionen übertrugen, anstatt sie zu heilen.

Sir Joseph Lister, ein schottischer Chirurg, verwendete erfolgreich Karbol zur Desinfektion von Wunden vor der Operation. Er war zunächst der Meinung, dass Infektionen durch Erreger in der Luft verursacht würden. Eine Zeit lang wurde deshalb während der Operation ein feiner Karbolnebel über dem Patienten versprüht, was wieder aufgegeben wurde, als man erkannte, dass Infektionen hauptsächlich von Händen und Gegenständen ausgingen, die in Kontakt mit den Wunden kamen.

Max von Pettenkofer hatte ab 1865 den ersten Lehrstuhl für Hygiene in Deutschland inne und gilt als Vater der Hygiene. Weitere bekannte Forscher auf dem Gebiet der Hygiene waren Johann Peter Frank, Robert Koch und Louis Pasteur.

Der missbräuchliche Begriff „Rassenhygiene“ (Eugenik) legte nahe, dass eine (menschliche) „Rasse“ oder ein „Volkskörper“ durch wie auch immer geartete „hygienische“ Maßnahmen „rein“ gehalten (oder „bereinigt“) werden. Der Begriff bestimmte die Bevölkerungspolitik in der Zeit des Nationalsozialismus (siehe dazu Nationalsozialistische Rassenhygiene).

Thomas McKeown hat 1979 den Rückgang der Infektionskrankheiten der letzten 200 Jahre auf Hygiene, bessere Ernährung des Menschen, Immunität und andere unspezifische Maßnahmen zurückgeführt. Abseits der Industriestaaten hat sich das Muster der Erkrankungen nicht wesentlich verändert, trotz teilweiser Einführung von medikamentösen Behandlungsmethoden. So kann angenommen werden, dass ohne finanzielle und materielle Unterstützung der „Dritten Welt“ und ohne bessere Lebensbedingungen für den Großteil der Menschheit der Gefahr von Seuchen Vorschub geleistet wird.

Hygienemaßnahmen [Bearbeiten]

Medizinische Maßnahmen sind Sterilisation, Desinfektion und Quarantäne. Insbesondere im wirtschaftlichen Bereich sind Lebensmittel- und Wäschereihygiene gesetzlich geregelt. Zu den individuellen Hygienemaßnahmen zählen heute die Haushalts-, Körper-, Mund-, Anal- und Sexualhygiene.

In einer gemeinsamen Presseerklärung von Umweltbundesamt, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin und Robert Koch-Institut aus dem Jahr 2000 werden herkömmliche Reinigungsmittel für die Sicherung der Hygiene im Haushalt als ausreichend erachtet und der Einsatz von Produkten mit bakterizider, antibakterieller und antimikrobieller Wirkung abgelehnt.[3]

Kritik an moderner Hygiene [Bearbeiten]

Wissenschaftliche Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen penibler Hygiene und dem Auftreten von Allergien hin. Durch den verringerten Kontakt mit Keimen besonders während der frühen Kindheit tendiere das Immunsystem dazu, Reaktionen auf eigentlich harmlose Stoffe wie zum Beispiel Pollen oder Hausstaub zu zeigen. Evolutionsforscher vermuten außerdem, dass der menschliche Körper darauf angewiesen sei, dass bestimmte Bakterien und auch Würmer in ihm oder seiner Umgebung leben.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/Hygiene